Die Rettungskarte - Hilfe für Retter

Die Rettungskarte ist ein DIN A4 Blatt, auf dem wichtige Informationen für die Rettungskräfte aufgeführt sind. Die Rettungskarte enthält Angaben über die Position von Karosserieverstärkungen, Energiespeicher, Airbags, Gurtstraffer, Gasgeneratoren, Steuergeräte und mehr. Mit Hilfe dieser Informationen können die Retter bei eingeklemmten Insassen nach einem Unfall die Rettungsgeräte optimal einsetzen und sind dabei den Gefahren weniger ausgesetzt. Dies reduziert die Rettungszeit und die Planung der technischen Rettung wird verbessert.

Die richtige Rettungskarte für das Fahrzeugmodell hinter der Fahrersonnenblende angebracht, sind die fahrzeugspezifischen Informationen schnell für die Retter zugänglich. Dank den Angaben auf der Karte kann die Rettungszeit verkürzt und der Verunfallte schneller medizinisch versorgt werden.

 

Die Rettungskarte für Ihr Auto

Falls Sie auch eine Rettungskarte in Ihrem Fahrzeug unterbringen wollen, gelangen Sie unter folgendem Link direkt auf die Internetseite des Herstellers.

http://www.skoda-auto.com/en/service/documentation/rescue/Pages/rescue.aspx 


Beachten Sie dabei folgende Hinweise:

1. Wählen Sie Ihr Fahrzeug aus. Beachten Sie die Produktionszeit, Karosserieform und gegebenenfalls das Antriebssystem.

2. Drucken Sie die Rettungskarte mit einem Farbdrucker aus.

3. Falten Sie die Karte mit der bedruckten Seite nach innen und befestigen Sie sie hinter der Fahrersonnenblende. Ist keine Lasche über der Sonnenblende vorhanden, kann die Karte mit einem Gummi- oder Klettband fixiert werden.

 

Weshalb eine Rettungskarte?

Ein Blick auf die Crashtests zeigts: Die Autos werden immer sicherer. Dies erhöht zwar die Überlebenschancen bei einem Unfall, führt aber vermehrt zu Problemen beim Bergen der Insassen aus dem Fahrzeug. Da kann die Rettungskarte helfen.

In den letzten 20 Jahren haben die Sicherheitselemente in Personenwagen stetig zugenommen. Zählten zu Beginn der 1990er Jahre bei den meisten Modellen hauptsächlich die Fahrzeuggurte, eine formstabile Fahrgastzelle und Knautschzonen zur passiven Sicherheit, so hat die Anzahl der verbauten Systeme, die Unfallfolgen vermindern, massiv zugenommen. Zehn Airbags, Gurtstraffer, aktive Kopfstützen, die das Verletzungs- und Tötungsrisiko für die Insassen vermindern, sind heute keine Seltenheit mehr.

Aber solche pyrotechnische Systeme stellen auch eine Gefahr für die Rettungskräfte dar. Zudem werden in der Karosserie vermehrt hochfeste Stähle eingesetzt, die den Fahrgastraum besser schützen und das Gewicht reduzieren. Dies stellt aber die Rettungskräfte vermehrt vor Probleme. Muss die eingeklemmte Person von der Feuerwehr befreit werden, stossen die Rettungsgeräte (Rettungsschere) oftmals an ihre Leistungsgrenze.

Auch das Auffinden und Abklemmen von Batterien ist bei modernen Autos ein Problem. Die zunehmende Anzahl von alternativen Antriebssystemen wie Hybrid-, Erdgas-, Flüssiggas-, Elektro- und in Zukunft auch Wasserstofffahrzeuge bergen ein zusätzliches Gefahrenpotential für die Feuerwehren.